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gabriel |
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ABGRÜNDIG SCHÖN
noch bis
22. November 2007,
Der 1970 in Saarbrücken geborene, seit 1992 in Berlin lebende freie Künstler Gabriel Bur (Bilder, Objekte, Assemblagen) entwickelt seine visuellen Ideen aus einer sehr individuell erarbeiteten Plastizität des jeweiligen Materials. Auch in der Wort- und Titelgebung finden wir diese bewegliche Denk- und Ausdrucksart wieder. Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher : Was, bitte, verstehen S i e unter „Schnuffigkeiten“? Die
Galerie in der alten AEG-Fabrik Drontheimer Straße zeigt einen schmalen
Ausschnitt des Oeuvres von Gabriel Bur. Scheinbar
profane Bildobjekte- im Vordergrund „schnuffig“, gegenständlich, fast
illustrativ, ein „klassischer“ Mittelgrund kann entfallen, um die
Farbperspektiven des Hintergrundes hervortreten zu lassen - Schatten –
Schlagschatten, Kernschatten - in einer dokumentarisch genauen
Momentaufnahme. Seit 2005
erarbeitet sich Gabriel Bur im Schaffens-,Unterrichtkontakt mit Anna
Adam (freie Künstlerin) „neue Kombinationen der Wahrnehmung“
(Eigenzitat). In der Ausstellung erwarten auch kleinere Landschaftsbilder in der Manier eines Magritte oder Dali-, beeindruckende Blautöne im Hintergrund von Dunkel bis Gleißend, Hell- solcherart Ängste (aus-) lösend, Stilleben von Spielzeug in Großformat; langsam, bedrohlich näher der Moment des Anblicks. Mich interessierte die Reaktion von Kindern verschiedenen Alters. Sicher würde ich sie fragen, ob meine Wahrnehmung des Abgründig- Schönen realer ist als ihre ursprüngliche Neugier auf das „da hinter dem Bild“ ..... Oberflächlich betrachtet, doch nur (wie) Kinderbuchillustration, deren Gründe wir lieber nicht wahrnehmen mögen? Sicher nur : das Thema dieser Ausstellung, dieser Konzeptkunst in den Bildern von Gabriel Bur sucht und er- findet Materialien/ Themen selbständig wieder. Auch Zwischenräume, Untiefe, warme „kuschelige“ Farben, Devotionalien des (materiellen) Überflusses, das „Zuschütten“ der Kids mit Spielsachen, Möglichkeiten /Ideen beim Spiel... Ein, zugegeben, „anerzogenes“, „erwachsenes“ Gefühl bleibt ungefähr. Empfinden Kinder die Wärme ? Die heitere Abgründigkeit ? Konstruktion und Dekonstruktion beim Sehen, Wahrnehmen, Hören, Fühlen. Präzis darauf bezogene Fragen und Themenbereiche bei Gabriel Bur. Nachvollziehbar, unbehaglich. Ich bin
gespannt auf weitere Eindrücke bei folgenden Besuchen, „Schnuffigkeiten“
lassen einiges zu. Sehen, um unerlöst zu bleiben. Mögen Gabriel Bur viele dieser Momente beschieden sein.
Jana
Ritter, Kunstwissenschaftlerin, freie Künstlerin, Berlin |
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